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Familienzentrum Vielfalt

Interkulturelle Familienarbeit Integration und Frühe Hilfen

Das Familienzentrum Vielfalt ist ein offenes Haus für Kinder und ihre Eltern in Nordwest-Neukölln. Es bietet Gelegenheit zum Verweilen und Erfahrungsaustausch, zum Spielen, gemeinsam Forschen und Neues Lernen.

Das Familienzentrum Vielfalt vereint Begegnung mit Bildung, Beratung und Betreuung an einem Ort und bezieht Familien aktiv in die Planung und Durchführung der Angebote ein.

Im Familienzentrum arbeiten Fach- und Honorarkräfte aus verschiedensten Fachrichtungen.

Hier zum Reinlesen ein Konzept zu unserem Eltern-Kind-Malkurs Leitung: Birguel Yasar

Der Eltern-Kind-Malkurs- findet einmal die Woche dienstags von 15-17 Uhr statt. Der Kurs richtet sich an Eltern mit ihren Kindern im Alter von sechs Monaten bis 5 Jahren.

Der Kurs wird jedoch auschließlich von Müttern mit ihren Kindern besucht. Die Anzahl der Mütter variiert je nach Jahreszeit. An kälteren Tagen, von Herbst bis Frühling ist die Zahl der teilnehmenden Mütter zwischen fünf bis zehn.

An wärmeren, sonnigen Tagen nehmen zwischen eins und vier Mütter teil.

Der überwiegende Teil der Mütter ist arabisch stämmig, einige sind türkisch und kurdisch stämmige Mütter. Hin- und wieder nehmen auch deutsche bzw. Mütter aus anderen Nationen an dem Kurs teil. Da kulturell gesehen im orientalischen Raum die Erziehung, bzw. die Rolle der Kontaktperson zum größten Teil von den Müttern übernommen wird, erklärt sich auch das Fehlen von Vätern unter den Besuchern des Kurses.

Die einzelnen Mütter haben mehrere Kinder zum Beispiel bis zu vier Geschwisterkinder. Da der Altersunterschied zwischen ihnen nicht nicht sehr groß ist, können mehrere Geschwister gleichzeitig an dem Kurs teilnehmen. Die Zahl der an dem Kurs teilnehmenden Kindern ist zwischen 3 bis 15 Kinder.

In dem Kurs wird sowohl den Kindern als auch den Eltern ein kreativer Entwicklungsraum eröffnet. Sie können unterschiedliche Materialien kennenlernen und mit ihnen experimentieren. Es geht insbesondere um Förderung der Kreativität, der Grob- und Feinmotorik, der Konzentrationsfähigkeit, die kognitive Entwicklung und das Erlernen sozialen Verhaltens.

Damit sich die Kreativität entfalten kann, brauchen Kinder einen Raum, in der sie sich wöhlfühlen und frei sind von jeglichem Leistungsdruck. Dies muss auch mit den Eltern kommuniziert werden, von denen manche selbst die Kleinsten dazu bringen wollen, "vorzeigbare Werke" zu präsentieren.

Auch die Eltern sollten lernen, dass hierbei nicht das "Produkt" wichtig ist, nicht das Ergebnis im Vordergrund steht, sondern die Freude, die Wahrnehmung und Entwicklung der Kinder in der kreativen Tätigkeit, in der Gestaltung.

Das Kind wird in seinem Tun weder überfordert, noch unterfordert.

Da insbesondere die Kleinkinder nicht in der Lage sind, sich (ihre Gefühle/Empfindungen) sprachlisch auszudrücken, ist der malerische Ausdruck um so wichtiger für die seelische Entlastung und Entfaltung des Kindes.

Auch können sie ihrer Phantasie ihren Lauf lassen, da es keinen gibt, der ihnen vorgibt, was angeblich richtig oder was falsch wäre im kreativen Ausdruck.

Durch die wertschätzende Zustimmung, die das Kind für sein Werk erhält und den überwiegend selbstbestimmten Umgang mit Materialien, gewinnt das Kind mehr an Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

Die Kinder haben die Möglichkeit mit verschiedenen Materialien umzugehen. Es darf gemalt, gemischt, geknetet, geformt, gewischt und/oder gematscht werden.

Die allerjüngsten Kinder erhalten Materialien, wie z. B. Lebensmittelfarben oder Mehl, die sie zuerst in ihren Mund nehmen und die sie auch mit ihrer Zunge ertasten können. Danach können auf dem Papier schon die ersten Kleckse entstehen. Auch haben sie die Möglichkeit weiche Kinderknete zu ertasten und zu formen.